Dienstag, 24. November 2009

Jeder elfte US-Bürgern könnte Eigenheim verlieren

Viele Amerikaner stehen kurz davor ihre Hausschlüssel abzugeben!
Washington: Neue Daten der Hypothekenbanken belegen, dass immer mehr
US-Bürger kurz vor dem Verlust ihres Eigenheims stehen. Mittlerweile
sei einer von elf Menschen betroffen. Dabei befinden sich fünf Prozent
der Bevölkerung bereits im Prozess der Pfändung, weitere 4,5 Prozent
sind mindestens 90 Tage mit ihren Hypothekenzahlungen im Rückstand,
berichtet der britische Guardian. Das bedeute, dass sich mehr als 9
Prozent in unmittelbarer Gefahr befänden, ihre Schlüssel abgegeben zu
müssen. Hunderttausende andere hatten ihre Häuser seit Beginn der
Krise bereits verloren.

Die zugrundliegende Dynamik des Immobilienmarktes sei "einfach
furchtbar", so Graham Turner, Berater bei GFC Economics
http://www.gfceconomics.com . So wurde erst vor kurzem eine
Unterstützungsmaßnahme der Obama-Regierung, Teil des 800 Mrd. Dollar
Hilfspakets, bis kommenden April verlängert. Erstmaligen Hauskäufern
werden dabei 8.000 Dollar Unterstützung ausgezahlt. Kurz vor dem
eigentlichen Auslaufen der Aktion war der Markt erneut deutlich
abgestürzt - um einen neuen Einbruch zu verhindern, wurde die
Verlängerung beschlossen.

Die US-Wirtschaft war im dritten Quartal um 3,5 Prozent gewachsen,
diese Zahlen könnten jedoch noch nach unten korrigiert werden.
Nichtsdestotrotz sei jede Form der Erholung nur von kurzer Dauer, wenn
die Immobilienkrise nicht bewältigt werden würde, so Turner. Neben dem
wirtschaftlichem Druck auf die Bevölkerung würde das auch politischen
Druck auf die aktuelle Regierung auswirken.